Genetisch bedingter Haarausfall – FAQ

1. Woher weiß ich, ob ich erblich bedingten Haarausfall habe?

Erblich bedingter Haarausfall kann oft ohne weitere Tests und/oder Untersuchungen von einem Arzt diagnostiziert werden. Die Beschaffenheit des Haarausfalls, Ihre medizinische Vorgeschichte und der familiäre Hintergrund werden in dabei berücksichtigt. Gegebenenfalls kann zusätzlich auch die Bestimmung eines allgemeinen Blutbilds notwendig sein, um gesundheitliche Probleme auszuschließen oder zu erkennen.

2. Tritt genetisch bedingter Haarausfall plötzlich auf?

Nein, genetisch bedingter Haarausfall tritt nicht plötzlich auf. Es ist ein allmählicher Prozess, der mit dem Alter zunimmt. Manchmal gibt es eine Kombination von Faktoren, die zu einer plötzlichen Zunahme des Haarausfalls führen. Oft handelt es sich dabei um einen nicht-genetischen Faktor, wie z. B. ein belastendes oder traumatisches Ereignis.

3. Kann ich genetisch bedingten Haarausfall auf natürliche Weise stoppen?

Leider gibt es keine Heilung für erblich bedingten Haarausfall. Andererseits ist der Haarausfall nicht lebensbedrohlich. Sie können jedoch eine Menge tun, um den Haarausfall zu reduzieren und sogar das Haarwachstum zu verbessern. Sowohl chirurgische als auch nicht-chirurgische Behandlungsmethoden bieten Lösungen für erblich bedingten Haarausfall.

4. Kann geschädigtes Haar Haarausfall verursachen?

Geschädigtes Haar ist sowohl empfindlicher als auch anfälliger und neigt damit eher zu Haarbruch. Ist dieser sichtbar, macht das Haar einen ungesunden Eindruck. Tritt auf Dauer keine Besserung ein und der Schaden hält an, werden schließlich kahle Stellen sichtbar.

5. In welchem Alter beginnt erblich bedingter Haarausfall?

Bei vielen Männern nimmt der tägliche Haarausfall ab dem 30. Lebensjahr zu, in schwierigen Fällen beginnt er manchmal schon in der Pubertät. Die große Mehrheit der Männer leidet um das 50. Lebensjahr herum unter einer Form von Haarausfall. Bei Frauen mit einer erblichen Veranlagung beobachtet man dies insbesondere ab der Menopause und im höheren Alter.

6. Werde ich aufgrund von erblich bedingtem Haarausfall eine Glatze bekommen?

Nein, wenn Sie rechtzeitig mit der Behandlung beginnen, wird keine vollständige Kahlheit auftreten.

7. Kann eine Haartransplantation mein Haar wiederherstellen?

Mit einer Haartransplantation ermöglicht der Haarchirurg den Haarwuchs an Stellen, an denen die Haare ausgefallen sind. Es ist die einzige Methode, die bei erblich bedingtem Haarausfall dauerhafte Ergebnisse liefert. Um für diese Operation in Frage zu kommen, benötigen Sie unter anderem ausreichend Spenderhaar und einen guten Gesundheitszustand.

8. Werden mir die Kosten für die Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall erstattet?

Da erblich bedingter Haarausfall beim Mann als ein kosmetisches Problem bewertet wird und nicht als medizinisch notwendige Behandlung, erstatten die Krankenkassen die Leistungen in der Regel nicht. Wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt, übernimmt Ihre Krankenkasse je nach Art der Haarverdichtung oder Zweithaar / Perücke den gesamten oder einen Teil der Kosten. Dieses gilt sowohl bei einem vorübergehenden als auch bei einem dauerhaften Haarverlust, der die Verwendung von Zweithaar notwendig macht.

9. Sind Haarwachstumsprodukte sicher in der Anwendung?

Verwenden Sie ein vom Arzt verschriebenes Haarwuchsmittel wie zuvor besprochen, dann ist die Anwendung für Sie unbedenklich. Für den Fall, dass Beschwerden ab dem Zeitpunkt der Einnahme auftreten, informieren Sie Ihren Arzt umgehend. Manchmal sind Nebenwirkungen so schwerwiegend, dass von einer weiteren Anwendung abgeraten wird.

10. Was passiert, wenn ich ein Haarwuchsmittel nicht weiter anwende?

Der Nachteil von Haarwuchsmitteln ist, dass der Haarausfall fortschreitet, wenn Sie das Produkt nicht weiter anwenden.

11. Verursacht genetisch bedingter Haarausfall weitere Beschwerden?

Androgenetische Alopezie ist nicht schwerwiegend, führt aber häufig zu Depressionen und sozialer Isolation.

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